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Der Koloss von Rhodos war eines der Sieben Weltwunder des Altertums. Die Statue war etwa 34m hoch und wurde um 292 v. Chr. wahrscheinlich am Mandráki Hafen von Rhodos-Stadt auf einem 10m hohen Steinsockel aufgerichtet. Die Statue war vollständig aus Bronze gegossen, war dem Sonnengott Helios geweiht und sollte an der erfolglosen Belagerung der Insel durch den Makedonier Demétrios Poliorkétes erinnern. Dieser war von der Tapferkeit der Rhodier so beeindruckt, das er ihnen das riesige Belagerungsgerät schenkte. Die Rhodier verkauften es, um die Heliosstatue zu bezahlen. Den Auftrag sie zu Bauen bekam Chares, ein Bildhauer aus Lindos. Er benötigte zwölf Jahre um den Koloss fertigzustellen. Die Statue soll mit gespreizten Beinen über der Hafeneinfahrt gestanden haben, was nach heutigem Wissen statisch unmöglich ist. Bei einem Erdbeben um 225 v. Chr. stürzte die Figur ein, und aufgrund eines Orakelspruches von Delphi blieben die Trümmer 900 Jahre liegen, bis sie von den Sarazenen 656 an einen Jüdischen Händler abgegeben wurden. Angeblich waren 900 Kamele nötig, um die riesigen Bruchstücke auf die wartenden Frachtschiffe zu verladen. 1987 fanden Taucher der Küstenwache auf der Suche nach Rauschgift einen Steinbrocken in Form einer Faust. Man glaubte, einen Teil der sagenhaften Kolossalstatue gefunden zu haben. Es wurden weitere Tauchgänge unternommen, doch allmählich kamen Zweifel auf. Der Koloss war aus Bronze gegossen, und die Fundstücke aus Kalkstein. Nach kurzer Zeit stellte sich die Entdeckung als großer Reinfall heraus. Der Felsbrocken wurde zwei Jahre zuvor bei Bauarbeiten ins Meer geworfen.
Es ist geplant den Koloss auf eignem Hügel des nahe gelegenen Badeortes Falirtaki wider entstehen zu lassen. Der zyprische Künstler Nikolaos Gotziamanis will eine 33 Meter hohe Messinstatue errichten und habe für sein auf 100 Mio Euro veranschlagtes Projekt ein Komitee europäischer Persönlichkeiten gewinnen können
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